Die Umsetzung des Nahwärmekonzeptes in Saerbeck steht vor der Tür. Grund genug für die CDU-Fraktion jetzt eine Fernwärme-Hausanlage im Echtbetrieb unter die Lupe zu nehmen. Füllgrade, Brennstoffaustragung, Pufferspeicher, Automatisierungsgrad der Kessel – Projektleiter Karl-Heinz Kühler der Stadtwerke Dinslaken blieb auf Fragen der Saerbecker Kommunalpolitiker beim Besuch in Voerde-Friedrichsfeld keine Antwort schuldig.

Die „Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH“ (kurz FN) versorgt als Tochterunternehmen der Stadtwerke in mehr als 58 Städten und Gemeinden Kunden mit Raumheizung. Sie nutzt dazu Abwärme von Industriebetrieben aus angrenzenden Städten des Ruhrgebietes. Am Standort Voerde im Kreis Wesel versorgt FN Niederrhein ein Fernwärmenetz. „Das Dorf Friedrichsfeld ist vergleichbar mit Saerbeck und wird seit Jahren von FN mit Wärme versorgt.“ erklärte Bernd Willebrandt, CDU-Fraktionsvorsitzender. 80 % der Häuser der 36.000-Einwohnerstadt Voerde erhalten Fernwärme, bestätigt Kühler den Saerbeckern die jahrelange Erfahrung von FN auf diesem Gebiet. Gut isolierte Doppelrohre hätten auch über mehrere Kilometer Entfernung nur einen geringen Wärmeverlust „Wir rechnen mit ca 0,7 Grad Celsius pro Kilometer.“ so Willebrandt. Rohre im Kunststoffmantel seien ideal, wenn wie in Saerbeck auf der Strecke vom Bioenergiepark bis ins Dorf keine Wärme abgenommen werde. „Wirkungsgrade von 85-90 % sind der neueste Stand der Technik.“ erklärte der CDU-Bauausschussvorsitzende Florian Bücker. Gaskessel werden nur bei Bedarf zugeschaltet – das spart bares Geld, so Bücker. Verschiedene Blockheizkraftwerke können miteinander vernetzt werden, erfuhr die CDU-Fraktion. „Die Betreuung einer solchen Anlage kann über Fernsteuerung mit einem Blick auf den Laptop erfolgen!“, erläuterte Anne Raffel. Störungen können somit sofort behoben werden.

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