Eigentlich war es wie immer – zum Abschluss der Karnevalszeit lud die Saerbecker CDU zum Politischen Aschermittwoch nach Recke. Mehr als 2.000 Interessierte waren gekommen. Das Zelt war voll bis auf den letzten Stehplatz und die Stimmung in der Saerbeck Abordnung war gut. Prominenter Gastredner war in diesem Jahr der Bundestagspräsident, Dr. Norbert Lammert. 20.00 Uhr: mit Blasmusik zog der Bundes-Promi Lammert mit CDU-Spitzenpolitikern aus dem ganzen Kreisgebiet aufs Podium. Launige Abrechnung mit dem politischen Gegner, zuweilen auch Seitenhiebe auf den Koalitionspartner gehörten schon immer zur Tradition des politischen Aschermittwochs dazu. Doch dieses Mal kam es anders: Norbert Lammert – ein Mann der leisen Zwischentöne und spitzfindigen Bemerkungen – analysierte ganz ohne Polemik, aber haarscharf die aktuelle Zuwanderungspolitik. Er erklärte, warum Deutschland eine bedeutsame und prägende Rolle in der Welt habe und machte Mut, den jetzt eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Auch die finanzielle Situation Griechenlands wurde schonungslos seziert: „Im Gegensatz zu unserer Wirtschaftskraft hat sich die Situation in Griechenland seit dem letzten Sommer immer noch nicht gut entwickelt. Da kommt noch was auf uns zu.“ stimmte CDU-Haushaltsexperte Florian Bücker zu.

Deutlichen Applaus gab es nicht nur am Saerbecker Tisch für Lammerts Ausführungen zur AfD, der die „irren Aussagen“ der AfD-Spitze zu Waffengebrauch gegen flüchtende Frauen und Kinder scharf verurteilte. Diese seien „sicher keine Alternative für Deutschland“, stimmten die Saerbecker zu. „Die Aufnahme der Flüchtlinge, bei allen Holpersteinen, klappt wirklich gut. Die ehrenamtlichen Helfern und auch die hauptamtlichen Kräfte leisten sagenhaftes!“ bestätigte Ratsfrau Monika Schmidt. Integration müsse von beiden Seiten kommen, so CDU-Vorsitzende Annegret Raffel: Angebote von dieser Seite, aber auch der Integrationswille der Zuwanderer. „Die Zuwanderung zu regeln, ist die größte gesellschaftliche Aufgabe seit der Deutschen Einheit – und aus der ist Deutschland ja bekanntlich gestärkt hervorgegangen.“ Lammert ermunterte, mit Mut und Zuversicht in die nächste Zeit zu gehen und fragte zwischendurch, wie sich sein Lieblingsverein VfL  Bochum im aktuell laufenden Fußballspiel gegen Bayern München denn während seiner Redezeit im Festzelt so geschlagen habe. Ob es denn schon Verlängerung gebe? Da war er dann wieder – der Humor des politischen Aschermittwochs…..

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