Andrea Stullich ist das neue Gesicht der Union für die Landtagswahl am 14. Mai. Im Gespräch mit der Saerbecker CDU-Vorsitzenden Monika Schmidt erzählte Andrea Stullich über ihren Wunsch, politisch zu gestalten: „Ehrlich, glaubwürdig und nah bei den Menschen. Unsere christdemokratischen Werte müssen wieder Grundlage der Politik in NRW werden.“
Wir haben ein ausführliches Gespräch geführt.

Andrea Stullich, was muss in der Bildungspolitik geschehen, um für Chancengleichheit zu sorgen?

„Aus meiner Sicht dürfen Bildung und Beruf nicht von der sozialen Herkunft abhängen. Es zählt, wie leistungsbereit der Einzelne ist. Wir brauchen frühe Förderung, besseren Unterricht, weniger Unterrichtsausfall und mehr Lehrer. Wir müssen Kitas und Schulen stärken.
Außerdem setze ich mich ein für faire Auswahlkriterien bei den Schulanmeldungen. Immer noch erhalten Saerbeck Kinder eine Absage von der Gesamtschule. Ich kann nicht verstehen, dass die Schulwegstrecke kein Auswahlkriterium sein darf. Daher unterstütze ich die Resolution der CDU Saerbeck.
Auch möchte ich, dass wir die Inklusion in NRW bedarfsgerecht umsetzen und zwar mit Augenmaß. Es muss ganz klar geregelt sein, wie die Umsetzung inklusiver Maßnahmen in unseren Schulen bezahlt wird und dass ausreichend pädagogische Fachkräfte bereit stehen.

Welche Schwerpunkte möchten Sie beim Thema „Innere Sicherheit“ setzen?
In NRW gibt es pro Tag 144 Einbrüche in Wohnungen. Wie möchten Sie dieser Entwicklung entgegenwirken?

„Ich möchte, dass unsere Polizisten wieder die Anerkennung für ihre Arbeit bekommen, die sie verdienen. Und sie brauchen die beste Ausrüstung, technisch und personell. Deshalb müssen wir uns auch darum kümmern, dass Verwaltungskräfte die Polizei bei den anfallenden Verwaltungsaufgaben unterstützt. Außerdem bin ich für Body-Cams, denn sie schützen die Polizisten und sichern Beweise.
Die Schleierfahndung ist in vielen anderen Bundesländern inzwischen ein erfolgreiches Mittel gegen grenzüberschreitende Kriminalität und Schleuserbanden. Wir brauchen sie auch in NRW.

Bisher haben wir in Saerbeck Glück – es gibt noch genug Ärzte vor Ort. Doch auch wir werden uns in Zukunft mit dem Thema Ärztemangel befassen müssen.
Wie möchten Sie sich diesem Thema stellen?

„Das stimmt: der Ärztemangel, gerade bei den Hausärzten, ist ein riesen Thema bei uns im Kreis. Ich kenne viele kleinere Gemeinden, die entweder gar keinen Hausarzt mehr haben oder keinen Nachfolger für den einzigen vor Ort finden. Es muss uns gelingen, mehr Ärzte für den ländlichen Raum zu begeistern und natürlich auszubilden.

Landwirte und Jäger sind, bedingt durch neue Landesgesetz, mit der Landesregierung recht unzufrieden. Viele Betriebe geben auf.
Wie möchten Sie sich für diese Menschen einsetzen?

„Unsere heimische Landwirtschaft produziert hochwertige Lebensmittel und ist ein starker Wirtschaftsfaktor, an dem direkt oder indirekt jeder vierte Arbeitsplatz hängt. Mir ist wichtig: Eine gute Landwirtschaftspolitik muss Rahmenbedingungen schaffen, die unsere Betriebe stärken. Rot-Grün hat den Druck auf unsere Landwirte durch immer neue Gesetze und Regulierungen noch weiter erhöht – das ist ein Unding. Wir dürfen nicht Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz gegeneinander ausspielen.
Ich setze auf Kooperation und nicht auf Konfrontation.

Zum Abschluss eine persönliche Frage: Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

„Ich will in fünf Jahren sagen können: Die CDU hat die dringenden Probleme angepackt und Nordrhein-Westfalen wieder auf Kurs gebracht. Und das betrifft alle Bereiche der Landesentwicklung. Unser Land braucht Wachstum, und Wachstum braucht Fläche – Flächen für unsere Unternehmen und Landwirte, aber zum Beispiel auch für junge Familien. Für die Menschen, die hier leben und arbeiten, müssen wir NRW zukunftsfähig machen. Darum will ich mich kümmern.“

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