Drei Hauptbewerber kämpften bei der Bundes-CDU Ende des Jahres um den Parteivorsitz – eine wochenlange Auseinandersetzung mit diversen Regionalkonferenzen. Anders die Situation in Saerbeck: Hier wurde am Freitagabend Monika Schmidt als Vorsitzende des CDU-Ortsverbands wiedergewählt. Auf die einzige Kandidatin entfielen bei der Mitgliederversammlung 25 der 26 Stimmen (eine ungültige). „Jetzt ist mir ein Riesenstein vom Herzen gefallen“, sagte nach der Bekanntgabe des Ergebnisses eine erleichterte Schmidt.

Nach dem Rechenschaftsbericht über die vergangenen zwei Jahre mit 94 lokalen und überregionalen Veranstaltungen oder Aktionen, an denen die Saerbecker CDU beteiligt war, betonte die Vorsitzende, dass sie gerne weitermachen würde.

Gleiches galt für den weiteren Vorstand: Florian Bücker, Martin Springer und Andrea Stegemann wurden als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt, ebenso wie Kassenwart Hans-Georg Nientidt, Schriftführer Jürgen Keller und die Beisitzer Franz Becker, Michael Lienkamp, Andreas Lindenblatt, Jörg Lütke-Bohmert, Michael Nordhues-Hillmann, Thomas Richter und Theo Stegemann.

Darüber hinaus wurden als Kassenprüfer Günter Leugers und Norbert Winter bestätigt, als Kreisparteitagsdelegierte Monika Schmidt, Andrea Stegemann und Bernd Willebrandt gewählt.

Letzterer ließ als Fraktionsvorsitzender die Ratsarbeit 2018 Revue passieren. Stichwort: das lang diskutierte Thema Vereinsförderung. Für den Antrag der CDU habe es bei der Abstimmung im Rat keine Mehrheit gegeben, da mit Monika Schmidt und Annegret Raffel zwei Ratsmitglieder fehlten (beide waren in Hamburg beim CDU Parteitag). „Wir hoffen, dass wir das beim nächsten Mal, wenn alle da sind, hinbekommen“, kündigte Willebrandt an.

Außerdem blickte der CDU-Fraktionschef auf das Jahr 2019. Nie dagewesene Investitionen stehen an „, so Bernd Willebrandt: Rund 17 Millionen Euro. „Das ist Wahnsinn für eine kleine Gemeinde wie Saerbeck“, fügte er hinzu. Zu den Hauptinvestitionen zählten die Erschließung des neuen Bau- und Gewerbegebiets, der Breitbandausbau sowie der Erwerb der Gesellschafteranteile von SaerVE. Florian Bücker ging dann noch genauer auf das Zahlenwerk des Haushaltsplans 2019 ein (diese Zeitung berichtete im Zuge der Haushaltseinbringung). Wobei er gestehen musste, dass er das rund 500-seitige Werk „noch nicht ganz durchgelesen“ hat.

Zu Gast bei der Versammlung der Saerbecker Union war die CDU-Landtagsabgeordnete Andrea Stullich, die aus Düsseldorf berichtete. Sie sprach unter anderem den Topf zur Modernisierung maroder Sportstätten an, der in Arbeit sei. „Das könnte für Saerbeck interessant sein“, sagte Stullich und versprach, wenn es zu dem Thema neue Infos gebe, diese weiterzuleiten. Zudem verwies sie auf den Heimatscheck. Mit diesem könnten neue Projekte (wie beispielsweise eine Broschüre des Heimatvereins), die noch einen „kleinen finanziellen Schubs brauchen“, gefördert werden. „Das haben wir schon an den Heimatverein weitergegeben“, erklärte Bernd Willebrandt.

Quelle:
WN, Jan-Philipp Jenke
Gruppenfoto Jan-Philipp Jenke

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